DRK Rettungshundestaffel

Rettungshundestaffel

Die Rettungshundestaffel ist eine DRK-Einheit in Anbindung an den Katastrophenschutz mit ehrenamtlichen Helfern und speziell für die Suche nach vermissten Personen ausgebildeten und geprüften Hunden. Die Hundeführer und ihre vierbeinigen Helfer bieten Hilfe bei der Suche nach vermissten Personen an. Die Einheit kann sowohl über die Polizei als auch direkt von Organisationen oder Privatpersonen alarmiert werden. Rettest du mit? Für unsere wichtigen Aufgaben suchen wir Dich und deinen Vierbeiner.

Unsere Einsatzschwerpunkte

Rettungshundestaffeln sind spezialisiert auf Vermisstensuchen, auch in großen Gebieten: z. B. nach älteren bzw. verwirrten Menschen und/oder Kindern, die sich verlaufen haben oder weggelaufen sind, nach Reitern, Joggern, Mountainbikern oder Personen nach Verkehrsunfall, die hilflos im Gelände liegen oder umherirren, sowie nach suizidgefährdeten Personen.

Rettungshundestaffel
Sylvia Nagel

Servicestelle Ehrenamt Sylvia Nagel

Ravelinstraße 17
17389 Anklam


Sucharten

Flächensuche

Sehr effektiv bei großen Flächen: Dabei durchstreifen die Rettungshunde frei laufend systematisch das Suchgebiet (sog. Stöbersuche) nach jedem menschlichen Geruch, insbesondere bei Dunkelheit und bei dichtem Geländebewuchs. Ein Team kann ca. 10 Hektar pro Stunde absuchen.

Mantrailing

Spezialgebiet des Rettungshundewesens: Im Gegensatz zum Fährtenhund folgt der Hund nicht Bodenverletzungen, sondern dem Individualgeruch eines bestimmten Menschen anhand eines Geruchsartikels (Kleidung, Handy, Schlüssel o.ä.). Der Hund arbeitet an der langen Leine und folgt der Geruchsspur der Person unabhängig vom Gelände.

Trümmersuche

Der Hund muss menschliche Witterung aus einer Vielzahl anderer Gerüche herausfiltern und vermisste Personen auffinden, die unter meterdicken Trümmerschichten verschüttet sein können, z. B. nach Gebäudeeinsturz.


Hintergründe zum Einsatz der Rettungshundestaffel

Welche Voraussetzungen müssen für einen Einsatz erfüllt werden?

Die vermisste Person sollte - je nach Witterung - nicht länger als 72 Stunden verschwunden sein. Nur in Einzelfällen macht der Suchbeginn danach noch Sinn. Es sollte entweder ein Verschwinde- oder ein Anhaltspunkt für den möglichen Aufenthaltsort (z.B. "geht gerne im nahen Wald spazieren") vorhanden sein.

Was hilft noch bei der Suche?

Fotos der vermissten Person erleichtern uns die Arbeit, ebenso möglichst genaues Kartenmaterial der Umgebung.

Bei der Individualsuche durch Mantrailer (ähnlich dem Fährtensuchhund) werden auch Geruchsgegenstände der Person benötigt. In diesem Fall wird der Hundeführer sich diese Gegenstände selber aus den Sachen der Person heraussuchen. Bitte vorher nichts anfassen, da dann der Geruch verfälscht wird. Der Hund sucht unter Umständen dann die Person (z.B. Angehörige, Beamte oder Betreuer), die zuletzt den Gegenstand angefasst hat. In der Flächensuche ist dies erforderlich - denn hier zeigen die Hunde in freier Suche jeden Menschen in den ihnen zugeteilten Suchgebieten an.

Wie kann alarmiert werden?

Die Alarmierung erfolgt entweder über die Rettungsleitstelle, die landesweit den Einsatz von Rettungshunden organisiert oder über jede Polizeidienststelle. Auch eine direkte Alarmierung ist auf dem Bereitschaftstelefon möglich.

  • Rettungsleitstelle: 112
  • Bereitschaftstelefon: 0700 - 37 57 47 68

Welche Kosten entstehen durch die Alarmierung?

Da es sich um ehrenamtliche Einsätze  handelt, werden entstehende Kosten grundsätzlich vom DRK getragen. Im Falle des Missbrauchs (bewusste Fehlalarmierung ohne vorliegenden Notfall) behält sich das DRK vor, entstandene Kosten in Rechnung zu stellen. Ebenso bei mehrtägigen Einsätzen, wo die Frage der Kostentragung im Vorfeld zu klären ist.


Du hast Fragen zu einem Engagement bei uns oder Lust bekommen, dich selbst einzubringen?

Dann freuen wir uns über deinen Anruf oder deine Nachricht. Welche Anforderungen unsere Helfer/innen erfüllen müssen sowie alle weiteren Informationen rund um die Rettungshundestaffel findest du hier auf einer gesonderten Website.