DRK setzt sechs Rettungsdrohnen in Vorpommern-Greifswald ein.

16
Mai
2018

Nach erfolgreichen Tests weitet der DRK-Kreisverband Ostvorpommern-Greifswald e.V. die drohnengestützte Wasserrettung aus.

Die Wasserrettung im Landkreis Vorpommern-Greifswald bekommt tatkräftige Unterstützung aus der Luft: Der DRK-Kreisverband Ostvorpommern-Greifswald e.V. setzt künftig sechs Drohnen ein, um das Baden noch sicherer zu machen und das therapiefreie Intervall für Verunfallte zu verkürzen. Nach erfolgreichen Tests auf Usedom im letzten Jahr erweitern künftig fünf sogenannte „Rettungscopter“ auf der Insel Usedom und ein solches Drohnensystem in Ueckermünde die hochwertige Rettungstechnik der Wasserwacht. Am 12. Mai 2018 übergibt der DRK-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. insgesamt 18 dieser „Luftretter“ im Rahmen der offiziellen Saisoneröffnung in Zingst an die beteiligten DRK-Kreisverbände. Auch der Kreisverband Ostvorpommern-Greifswald nimmt seine Rettungsdrohnen an diesem Tag in Empfang.

Nachdem das Pilotprojekt im August 2017 auf Usedom gestartet ist, konnten viele positive Erfahrungen sowie wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Technik gewonnen werden. „Rettungsschwimmer gaben uns hilfreiche Hinweise, sodass wir mit einem optimierten Drohnensystem in die Saison starten“, berichtet Thomas Pohlers, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes. „Wir setzen beispielsweise ein neues Empfangsgerät ein, das speziell für die Drohnensteuerung zugeschnitten ist. Außerdem wurde die Vorrichtung zum Abwurf der Rettungsboje durch einen Entwickler der Hochschule Neubrandenburg verbessert. Wir testen auch weitere Neuerungen, wie unter anderem eine Sprachverbindung zwischen Pilot und Verunfalltem“, sagt Thomas Pohlers weiter.

Neben der Weiterentwicklung der Technik nutzte das Deutsche Rote Kreuz die zurückliegenden Monate, um ein eigenes Ausbildungsprogramm zu entwickeln und zahlreiche Piloten zu qualifizieren. 32 Personen nahmen an der Ausbildung teil und werden mit ihrem umfangreichen Fachwissen künftig die Rettungsdrohnen steuern. Die DRK-Wasserrettung im Landkreis Vorpommern-Greifswald verfügt über elf Piloten. Einige von ihnen absolvieren derzeit die letzten praktischen Flugstunden.

Die Rettungsdrohne unterstützt die Rettungsschwimmer an sechs Wasserwacht-Standorten in der Region bei ihrer Arbeit und kommt zum Abwurf einer Rettungsboje und zur Vermisstensuche zum Einsatz. Im Oktober 2017 stellte sie bei einer solchen Suche ihren großen Vorteil unter Beweis. In Bansin beteiligte sich die Drohne an einer groß angelegten Vermissten-Suchaktion, zusammen mit Rettungskräften der Feuerwehr und Polizei, Hubschrauber und Rettungshundestaffel. Die Drohne suchte unter anderem den Bereich um die Buhnen und die Seebrücke ab - eine Aufgabe, die aufgrund des hohen Wellengangs vom Boot aus nicht möglich war. Schnell konnte so ausgeschlossen werden, dass sich die vermisste Person in den Bereichen aufhielt.

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